Der Bovelmarkt ist vorübergezogen wie ein bunter Tross aus Klang, Rauch und fröhlichem Treiben – doch die Erinnerungen leben fort.
Soeben wurde das famose Aftermovie in das unsichtbare Netz der Kunde geladen. Dort erwacht noch einmal das bunte Gewimmel, das Klirren der Schwerter und der Duft von Feuer und Gewürzen. Schauet und schwelget in wunderbaren Erinnerungen.
Doch wahrlich: Nach dem Markt ist vor dem Markt! Merket euch wohl den Termin:
Der nächste Bovelmarkt findet statt vom 24. Tage des Heumonates Juli bis zum 26. Tage desselben im Jahre 2026.
Wir, die Bovelzumft – Gelebtes Mittelalter e.V., laden euch gemeinsam mit dem @bassumopenair zu einem Abend ein, der mehr ist als ein Konzert. Zu einem Erlebnis, das Blut, Herz und Seele gleichermaßen entflammt.
Wenn @dartagnan_official die Bühne des Bassum Open Air betreten, erwacht die Freudenburg zum Leben. Einer für alle, alle für einen! Renaissance Folk Rock hallt durch die alten Steine, getragen von Heldensagen, Mut, Freundschaft und Freiheitsdrang. Rings um das Spektakel öffnet unser Mittelaltermarkt seine Pforten.. Ehrenamtlich, mit unermüdlicher Leidenschaft und einer doppelten Portion Herzblut organisiert.
Feuer werden geschürt, Händler geben ihren Waren den letzten Schliff, Fässer werden angestochen, Gelächter und Musik vermischen sich – und während die Sonne langsam hinter der Konzertmuschel versinkt, taucht die Dämmerung die Freudenburg in ein fast magisches Licht.
Es ist dieser eine Moment, wenn alles zusammenkommt. Wenn Geschichte spürbar wird. Wenn Musik, Leidenschaft und Gemeinschaft eins werden.
Wir freuen uns tierisch auf euch. Kommt, feiert mit uns, erlebt etwas Besonderes und verpasst auf keinen Fall diesen Abend voller Klang, Glut und Legenden.
D’Artagnan live beim Bassum Open Air Support @reliquiaeband Wann: 24.07.2026 Wo: Freudenburg Bassum. www.bassum-open-air.de www.eventim.de Bonus – wir geben 50% Rabatt auf unseren Bovelmarkt am Samstag oder Sonntag
Eines vorab: Ein riesengroßer Dank geht an unsere Baumeister und die vielen Helfer. Durch das Errichten von Wänden, das Graben von Kanälen sowie die Installation von Toilette und Waschbecken haben sie dieses komfortable Lagern überhaupt erst möglich gemacht – Jubel!
Erstmalig traf sich eine Schar Boveler, um über das lange Wochenende rund um den 1. Mai auf der Wiese am Bovellager in Wedehorn zu lagern. Insgesamt 13 Zelte gruppierten sich um einen zentralen, mit einem Tarp überdachten Platz. Hier wurde gemeinsam gegessen, getrunken und viel gelacht.
Es gab die Möglichkeit, sich im Schmieden und Bogenschießen auszuprobieren, und auch der Lederer war vor Ort, um seine Kunst zu präsentieren. Allerdings konnte das Angebot nur eingeschränkt genutzt werden, denn traditionell wird am 1. Mai der Kinotrailer für den kommenden Bovelmarkt gedreht.
Der Dreh war erneut spannend und aufregend. Zahlreiche Boveler beteiligten sich mit schauspielerischem Einsatz oder als Statisten. Zur Story wird natürlich noch nichts verraten. Nur so viel: Vielleicht taucht ein fliegender Fisch auf.
Bei der öffentlichen Probe der Musiküsse stellte die Scheune zudem ihre erstaunlich gute Akustik unter Beweis.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und trug maßgeblich zur hervorragenden Stimmung und einem rundum gelungenen Lagern bei. Künftig wird man die Vorstellung der Sparten und den Trailerdreh vermutlich voneinander trennen. Abgesehen davon lässt sich von einem perfekten Wochenende sprechen.
Schon jetzt steht fest: Es wird eine Wiederholung geben. Außerdem gibt es bereits Ideen für weitere Veranstaltungen auf dem Gelände in Wedehorn. Etwa den „Markt der Möglichkeiten“, gemeinsame Abende am Feuer oder vielleicht sogar einen Tag der offenen Tür.
Am vergangenen Wochenende fand ein Workshop statt, der die Kunst des Bogenbaus lebendig werden ließ. Unter der Anleitung unseres geschätzten William of Stoneham, eines Meisters seines Handwerks, durften die Teilnehmer in zwei Tagen ihren eigenen Bogen erschaffen.
Es begann mit dem Zuschnitt des Materials. Jedes Stück Rattan (auch bekannt als Manau) wurde individuell der Körpergröße des jeweiligen Schützen angepasst. Als nächstes wurde die Form des Bogens präzise angezeichnet und mit Japansäge, Ziehhobel, Zieheisen und Feilen ausgearbeitet. So wurde der Rohling mit viel Handarbeit in die Form eines Langbogens gebracht.
Die Arbeit war nicht nur eine Frage von Handwerkskunst, sondern auch der Geduld. Das Hobeln und Schleifen der Oberflächen, das Ausarbeiten des Griffstücks und der Kerben für die Sehne erforderten sowohl Augenmaß als auch Geschick. Unter den Augen von William nahmen die Bogen nach und nach ihre Form an.
Beim Tillern wird die Symmetrie des Bogens und das Zuggewicht geprüft, welches zur Kraft des Bogenschützens passen muss. Nach letzten Korrekturen erhält jeder Bogen zum Abschluss eine sorgfältige Behandlung mit Leinöl oder einer farbigen Beize. Ein Griffstück aus Leder sowie eine in Wunschfarben gedrehte Sehne vollenden das Werk.
Am Ende des zweiten Tages konnte jeder Teilnehmer stolz seinen selbst gefertigten Bogen in den Händen halten. Der Workshop hat allen viel Freude bereitet und die Vorfreude auf die regelmäßigen Bogenschießtreffen ist groß.
Ein großer Dank geht an William of Stoneham für seine Geduld, sein Wissen und seine Anleitung. Ein besonderer Dank gilt Carolin. Sie hat die Handwerker perfekt mit Speis und Trank versorgt.
Am siebten Tage des Lenzmonats im Jahre 2026 versammelten sich die Mitglieder der Bovelzumft zu ihrer alljährlichen Neujahrsfeier. Zahlreiche Boveler in festlicher Gewandung fanden sich in Koems Saal im malerischen Harpstedt ein.
Die Feier wurde von der Birsina Aett ausgerichtet, und sowohl die Bühne als auch der Saal waren liebevoll dekoriert. Nach einer kurzweiligen Ansprache unseres Voigtes, Honigbart Funkenschläger, begannen die Feierlichkeiten mit einem Räucherritual. Umrahmt von Nordmännern und Nordfrauen, die Schilde trugen, und begleitet von Trommeln und Rasseln, wurde der gesamte Saal von zwei Schamaninnen mit Salbei abgeräuchert.
Nach diesem eindrucksvollen Ritual ging es zum gemütlichen Teil des Abends über. Das berühmte Bovelbuffet wurde eröffnet, und es wurde nach Herzenslust gespeist. Auch der ein oder andere Krug Met, Bier und Wein fand seinen Weg in die durstigen Kehlen.
Für musikalische Begleitung sorgte Johann von Freileben, der zum Mitsingen und Tanzen einlud. Besonders beliebt war der Nagelklotz, an dem mit der Klingenseite einer Axt Nägel eingeschlagen werden mussten. Eine Herausforderung, die sich als schwieriger herausstellte, als so mancher dachte. Auch das eigens aufgebaute, mobile Fotostudio war ein Highlight des Abends, an dem sich die Gäste in ihrer prächtigen Gewandung ablichten lassen konnten, sei es einzeln, paarweise oder in illustren Grüppchen.
Ein rundum gelungener Abend, der voller Freude, Lachen und Harmonie war.
Am vergangenen Samstag fand das erste Treffen der Bogenschützen in diesem Jahr statt, und es war ein besonderes Ereignis. Zum ersten Mal überhaupt trafen sich die Schützen in der Scheune des Bovellagers. Es war eine willkommene Erleichterung, in einem trockenen und windgeschützten Raum trainieren zu können.
Die Freude war spürbar, als alle wieder gemeinsam ihrem geliebten Hobby nachgehen konnten. Es war ein langer Winter ohne Bogenschießen, und deshalb war die Begeisterung umso größer. Mit frischen Kräften und guter Laune ging es an die ersten Schüsse, und alle genossen die Möglichkeit, wieder in den Rhythmus zu kommen.
Die Scheune bot nicht nur Schutz vor Wind und Wetter, sondern auch eine angenehme Atmosphäre für die Schützen, die sich über das gelungene Comeback des Trainings im neuen Jahr freuten. Die Vorfreude auf die nächsten Treffen ist jetzt schon groß.
(inoffizieller Bericht „10 Jahre Bovelzumft Jubi-Fahrt“, Klaus Werner Schwietkowski, IMA Bovelzumft)
Freitag, 27.09.2024 – Tag der Ankunft
Nach der langen, kräfteraubenden Reise quer durch Reiche, Grafschaften und unbekannten Herzogtümern, lag sie endlich vor mir: Die Burg Warberg. Ich wischte mir, mit dem Ende meiner Qualitätsgewandung von Leonardo, den Schweiß aus der verstaubten Visage und betrat, voller Restenergie und überschwänglicher Glückseligkeit, die steinerne Brücke zum Haupttor. Um nicht weiter aufzufallen, klemmte ich mir eilig das Bovelbanner an die Klamotte und setzte ein breites Grinsen auf. Niemand sollte bemerken, dass ich die „Jubi-Fahrt“ haarklein auf Papier festhalten würde. Also zog ich mir die Kleidung glatt und trat durch das Burgtor.
Im Innenhof begegneten mir die ersten Boveler. Freundlich wurde ich gegrüßt, gedrückt, ja sogar so richtig herzlich geknuddelt. Es war fast bis zur Rezeption kein Durchkommen. Und das waren ja noch lange nicht alle. Eine ganze Busladung von der Drückerkolonne sollte ja noch kommen! Ich bezog also hastig mein Zimmer, nicht ohne ein paar Extrafahrten mit dem Etagenverschieber zu machen. Nachdem ich den Kleiderschrank geöffnet hatte, um die frischen Schlübbertze, sauber und korrekt, abzulegen, musste ich leider feststellen, dass in meinem Schrank eine Küche verbaut war (KEIN SCHERZ!). Das war etwas, was die Dame an der Rezeption mir vorenthalten hatte … ganz sicher aber etwas, was ich IHR nicht vorenthalten würde, am Tag der Abreise! Also legte ich meine Schlübba in den Kühlschrank, da ich weder den Müllunterschrank, noch die Herdplatte für den richtigen Ort hielt. Nach dieser verstörenden Erfahrung, begab ich mich in das offizielle „Außenlager“, der Ort, wo das Bier nichts kostet, außer ein paar Ecken und Kanten der eigenen Leber. Noch bevor ich zum Gruße ausholen konnte, wurden mir schon wieder Nettigkeiten entgegen geworfen. Ich hatte gerade das Wort „unheimlich“ in mein kleines Büchlein gekrakelt, da drückte mir jemand eine Bank in die Hand: „Stell die mal da hin an den Tisch.“ „AHA!“, dachte ich sofort. „Es geht also auch anders …“ Vorsichtig entfernte ich mich aus der „Gefahrenzone“, denn eins hatte ich bereits auf den Arbeitsdiensten gelernt: Unter all den freundlichen Menschen treibt sich einer herum, den man hinter vorgehaltener Hand „den Einteiler“ nennt … und damit wird nicht auf seine Kleidung angespielt … Wenn er sieht, dass du zu lange die Luft einziehst, kommt er dich holen und drückt dir Arbeit auf’s Auge. Er ist gnadenlos und tückisch. Denn auch er grinst freundlich, wenn er sich nähert. Man lässt ihn rankommen und … ZACK … hast du was zu tun. Um also nicht in Soloarbeit Zeltburgen aufzustellen, frischen Rollrasen auf der Lagerwiese zu verlegen, die Burgzinnen neu zu verputzen oder den Bergfried spontan neu zu bedachen, eilte ich wieder zurück in die Burg und köpfte das erste Bier. Denn auch das war eine der guten Lehren, die ich mir leicht merken konnte: Immer schön mitmachen beim Trinken, dann fällt man nicht auf … außer natürlich bei der Arbeit, da fällt man auf, denn Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.
Nachdem ich mir also besonders viel Mühe gab, nicht weiter aufzufallen, wurde es irgendwann dunkler und gemütlicher und man beschloss, die Burg zu erobern! Dank ungeschulten Personals und offenstehendem Haupttor, war die Sache leichter, als gedacht. Gerade so im letzten Moment pusteten die Blechbläser das Banner mit aller Macht den Fahnenmast hinauf. Es war eine äußerst knappe Sache, denn: Das Abendessen stand an und man versammelte sich in der „Erwin Fromme Aula“, der von jemandem fälschlicherweise als „Erwin Rommel Aula“ betitelt wurde. Es wurde schnell festgestellt, dass wir weder hellen Sand auf dem Boden vorfanden, noch Braunies in der Küche bekamen. Also konzentrierte man sich auf das Buffet. Aber alle gleichzeitig, was mir die Möglichkeit eröffnete, am Ende der Schlange die Richtung zu bestimmen: Entweder stelle ich mich draußen vor der Tür an oder auf den Treppen nach unten. Letzten Endes wurde meine Ausdauer belohnt und ich konnte meinen Teller, mit Spätzle ordnungsgemäß überladen, zurück an den Tisch bringen. Selbstverständlich nicht ohne ihn mit beiden Händen abzustützen, damit das Porzellan nicht knickte. Gerüchten zufolge soll es im späteren Verlauf des Abends noch Fritten und Gulasch gegeben haben. Etwas, dass ich hier nur unter „Hörensagen“ festhalten möchte ^^. Auf jeden Fall lieferten die Spätzle die Basis, um weiter „mitzumachen“, so dass es mir möglich war, im Lager weiter unauffällig, die Jubi-Fahrt zu verfolgen. Im Rahmen des „Dienstes nach Vorschrift“ wurde fröhlich gezecht … bis zu dem Zeitpunkt, wo mir der kritische Kardinalsfehler wiederfuhr. „Schnäppschen?“ „Na sicher doch!“, waren die Worte, die eine Alkohollawine auslösten, bei der selbst die hochdekorierten Ballermannwirte, angsterfüllt die Fässer vom Hahn gezogen hätten. Mein Körper wollte mich abhalten, doch mein Pflichtbewusstsein war stärker … und so kam es, wie es kommen musste: es war … ganz nett^^ … und wäre die Jubi-Fahrt nur einen Monat früher gewesen, hätten meine blutunterlaufenen Augen sogar noch den Sonnenaufgang erlebt … naja … irgendwas ist ja immer. Genau das teilte mir mein Körper am nächsten Morgen mit, am
Das zauberhafte Burgfräulein Isabella von Drachenfels und der liebenswerte Templer I. de Molay präsentieren die Bovel-Nachrichten. Brandheiße News aus der Region treffen auf Mitteilungen aus fernen Ländern. Berichte aus Verkehr und Sport gehören ebenso dazu wie Neuigkeiten von König Arthur, dem Papst und natürlich dem Wetter. Alles Wichtige wird hier mit Herz, Charme und einem Augenzwinkern berichtet.
In alter Zeit nannte man den Januar auch Hartmonat, Eismonat oder Wintermonat. Und so trug es sich am vergangenen Wochenende zu, dass das Bovelland von einer prächtigen Schneedecke überzogen war.
Sogleich machten sich die Maiden und Recken der Bovelzumft – teils unterstützt von ihren Kindern – auf, um im Wettstreit die wohl schönste Schneefigur zu erschaffen.
Da entstanden eine eisige Stadtwache, ein furchteinflößender Drache, das Bovelmonster „Frostbob der Eiskalte“ und manch weiteres wundersames Gebilde.
Doch seht selbst, welch mannigfaltige Figuren dabei hervorgebracht wurden.
Der neue Knappe der BovelfreikämpferDie Majestät des NordensBovelschneemann mit SchneevogelFrostbob der EiskalteDer namenlose SchneedracheDer namenlose SchneedracheDie StadtwacheEin namenloses SchneegesichtEin zweites namenloses SchneegesichtDie Burg der Bovelzumft
Wenn Odin mit seiner wilden Jagd über das Land zieht und uns daran erinnert, dass Übergänge nicht leise sind und dass Wandlung Raum braucht.
Wenn die drei Nornen die Schicksalsfäden aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, spinnen, weben und schneiden.
Wenn Frau Holle die Wintermutter, die den Übergang der dunklen Jahreszeit regiert, uns prüft, was in uns reif geworden ist und was wir noch mit uns herumschleppen,
dann sind die Rauhnächte.
Die Nacht vom 05. auf den 06. Januar wird auch „Hollanacht“ genannt. Ein letztes Mal begehrt die Wilde Jagd auf, bevor sich die Tore zur Anderswelt wieder schließen.
Ein wunderschöner Abschluss der zwölf magischen Nächte mit unserer Rauhnachtwanderung in einer Schneelandschaft durch Moor, Wald und Wiese.
Vielen Dank an die tollen Menschen die diese Veranstaltung ermöglicht haben, die Nornen, Frau Holle und Odin von der @bovelzumft und unsere bezaubernde Fee @traumgewand und an alle Helfer die im Hintergrund die Fäden verwoben haben.